April 2011


am Sonntag, 8. Mai 2011, 18 Uhr
in der Gaststätte Hamtorkrug, Büttger Straße 3, in Neuss

Der Regisseur und Kameramann des Films, Daniel Burkholz, gibt eine Einführung und wird Fragen zu seiner Arbeit beantworten.
Zur Finanzierung der Veranstaltung bitten wir um eine Spende.

„Brigadistas“

Vor fast 75 Jahren, im Juli 1936, putschten Spaniens Generäle gegen die demokratisch gewählte Regierung. Arbeiter und Bauern griffen zu den Waffen, um zusammen mit loyalen Truppen die Republik zu verteidigen. Beginnend im August 1936, schickten die faschistischen Staaten Deutschland und Italien Truppen und moderne Waffen, die die Putschisten unterstützten.
Aus der ganzen Welt eilten Antifaschisten der bedrängten Republik zu Hilfe. Im Oktober wurden die ersten Einheiten der Internationalen Brigaden gebildet. Bis 1938, als die Brigaden auf Druck Spaniens und Frankreichs aufgelöst wurden, waren es 40 000 Freiwillige, darunter an die 5 000 Deutsche, die an der Seite des spanischen Volks die Republik verteidigten. Mehr als die Hälfte von ihnen verloren im Kampf das Leben.
70 Jahre nach Beginn des Spanischen Krieges kehrten die letzten noch lebenden internationalen Freiwilligen, die für Freiheit und Demokratie und gegen den Faschismus und General Franco gekämpft haben, noch einmal nach Spanien zurück.
Die Brigadistas, 36 Frauen und Männer – die Jüngste 86, der Älteste 99 Jahre alt –, begaben sich auf eine Reise, die sie von Madrid über Zaragoza nach Barcelona quer durch Spanien führte. Einem Land, in dem sie auch nach so langer Zeit noch begeistert gefeiert wurden. Diese Reise war für viele von ihnen die letzte und die Brigadistas wussten das. Sie berichteten über das Erlebte und wollten ihre Ideen und Ideale weitergeben. Der Film „Brigadistas“ ist ein intensives und einfühlsames Porträt dieser Menschen. Er zeichnet ein Bild, in dem Begeisterung, aber auch Nachdenklichkeit ihren Platz haben.

Veranstalter: VVN/BdA Neuss

…der freiraum neuss e.V. trifft sich.

Gemeinsame InformationsaufnahmeIhr wollt ein Konzert, eine Lesung, einen Vortrag, eine Party, einen Brunch oder irgendetwas anderes veranstalten/anbieten?

Ihr wollt euch gerne mit anderen Menschen vernetzen um eure Ideen in die Tat umzusetzen?

Das offene Treffen des freiraum neuss e.V. bietet hierfür die geeignete Plattform:

Um 18:30 Uhr in der SALZSTRAßE 55 (Haus International am Hauptbahnhof).

Kontakt: info@freiraumneuss.de

Auch in diesem Jahr möchten wir gerne auf diesen Termin zu früher Stunde hinweisen:

Der Initiativkreis lädt Sie/Euch am 1. Mai 2011 um 9.00 Uhr auf dem Neusser Hauptfriedhof an den Gräbern von Hermann Düllgen und August Höhfeld zu einer Gedenkfeier zu Ehren der Neusser Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer ein.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde!

„Deutschland schafft sich ab“, warnte der Ex-Bundesbanker Thilo Sarrazin im vergangenen Jahr. Warnte er vor den Folgen der selbstverschuldeten Finanzkrise, nach der Hunderte Milliarden zur Stützung der Pleitebanken zum Fenster hinausgeworfen wurden? Nein, Sarrazins Buch malte mit brutalstmöglicher Medienunterstützung das Bild eines Landes, das die Menschen einteilt in unten und oben, in nützliche und unnütze.

Dieses rechtspopulistische Menschenbild wurde im Namen der Freiheit verkauft und so schafften es „Bild“ und „Spiegel“ im Namen der „Meinungsfreiheit“ das Buch auf die auf die Bestsellerlisten zu hieven. Sarrazins Thesen gelangten über die Medien in alle Wohnzimmer.
Dumpfe Vorurteile und „Volkes Stimme“ werden geweckt und publiziert. Dass alle Menschen gleich sind ist eine der Lehren, die aus den Verbrechen des deutschen Faschismus und dem Widerstand zu ziehen ist. Dieser Gleichheitsgrundsatz ist zu verteidigen – gegen Neonazis ebenso wie gegen einen „gesellschaftsfähigen“ Neorassismus.

Thomas Meyer-Falk, seit 1996 in Stuttgart Stammheim, Straubing, z.Zt. in der JVA Bruchsal inhaftiert, davon zehn Jahre in Isolationshaft gehalten, berichtet seit Jahren mit seinen „Meldungen aus der Zelle 3117“ über Zustände und Realitäten aus dem deutschen Knastalltag.
Die eingeschränkte Kommunikation, die in vielerlei Hinsicht fehlenden Sinneseindrücke und die ständigen Auseinandersetzungen um den Erhalt kleinster individueller Freiheiten haben seinen Blick auf das Wesentliche geschärft.
In seinen Essays und Gedichten beschreibt Thomas Meyer-Falk eine Welt, die erstaunliche Parallelen zu unserem eigenen Alltag aufzeigt.
Abseits von Schuld , Reue und Sühne bezieht sein Buch klar Stellung zu aktuellen Entwicklungen in den Justizvollzugsanstalten, auch wenn es einigen Leuten nicht passt…

Der Schauspieler und Sprecher Uwe Neubauer, in ständigem Kontakt und Zusammenarbeit mit Thomas Meyer-Falk, liest aus dem im Blaulicht-Verlag erschienenen Buch „Nachrichten aus dem Strafvollzug“.

Eine Veranstaltung des AK-Geschichte und der Ortsgruppe Düsseldorf/Neuss der Roten Hilfe e. V.