Mai 2011


Das Warten hat ein Ende. Cocktailbar Stammheim laden zur Release Party ihrer lang ersehnten Debut-Schallplatte ein. Am 18.06.2011 heißt es im Hinterhof (Corneliusstraße 108) in Düsseldorf ab 19:00 Uhr „strasse,kreuzung,hochhaus,antenne und erdbeben“.

Polizei räumt Häuser auf der Mühlenstraße
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Molotow-Cocktails und Wurfgeschosse
Christoph Stoffels, NGZ, 24.5.1990

Hausbesetzung Neuss, 24.5.1990

Hausbesetzung Neuss, 24.5.1990

Gestern morgen kurz nach 8 Uhr. Polizeibeamte räumen das „besetzte“ Haus an der Mühlenstraße 53 und nehmen drei Männer vorübergehend fest. Sie leisten keinen Widerstand. In dem Haus finden die Beamten Molotow-Cocktails, als Wurfgeschosse präparierte Steine, eine Gaspistole sowie ein Fahrrad und Warnleuchten, die eventuell aus Diebstählen stammen.

Es ist 8.10 Uhr. 22 Polizeibeamte, zum Teil gesichert mit Schilden und Schutzkleidung, beginnen damit, die von den „Besetzern“ vermauerten Fenster an den drei zum Abriß bestimmten Häusern an der Mühlenstraße aufzubrechen. Gleichzeitig werden die „Bewohner“ aufgefordert, das Haus zu verlassen. Drei Männer – zu dieser frühen Stunde die einzigen „Besetzer“ – kommen der Aufforderung ohne Widerstand nach. Sie werden zur Feststellung der Personalien vorläufig festgenommen. Wenig später greift die Polizei einen vierten Mann im Stadtgarten auf, vermutlich wollte er zu den anderen „Besetzern“. Nach Auskunft von Polizeisprecher Jürgen Baum stammen die Männer aus Neuss und sind zwischen 19 und 22 Jahre alt, „sind aber in der einschlägigen Hausbesetzer-Szene nicht bekannt“.
Doch schienen die „Besetzer“ des Hauses auf militanten Widerstand eingerichtet. Wie die NGZ erfuhr, fanden Polizeibeamte bei der Durchsuchung der Häuser etwa zehn fertige Molotow-Cocktails, teils in Coca-Cola-, teils in Zwei-Liter-Weinflaschen mit Lunten. Außerdem lagerten in dem Haus Eisenstücke, sowie Schotter- und Pflastersteine, die vermutlich als Wurfgeschosse gedacht waren. Äxte, Vorschlaghammer, Helme sowie zwei mit Benzin oder Verdünner gefüllte Kanister sind vermutlich deutliche Zeichen, daß sich „Besetzer“ auf gewaltsamen Widerstand eingerichtet hatten. „Es wird deswegen ermittelt, aber nicht gegen die drei Festgenommenen“, so Jürgen Baum. Die Herkunft eines Fahrrades und einiger Warnleuchten muss noch geklärt werden; laut Baum besteht Diebstahlsverdacht. Die bei einem Festgenommenen gefundene Gaspistole erwies sich als „harmloses Spielzeug“.
Die Polizei war von der Eigentümerin der Häuser, dem Gemeinnützigen Neusser Bauverein, um Unterstützung gebeten worden. Der Bauverein will die Häuser Anfang kommender Woche abreißen lassen. Vorstandsvorsitzender Klaus Harnischmacher: „Hier werden 36 Eigentumswohnungen gebaut. Die alte Schmiede und das Haus Nummer 47 mit der Stuckfassade bleiben erhalten und werden darin eingebunden.“
„Wir hatten alle Herzklopfen“, berichtet eine Anwohnerin der Mühlenstraße. Ihren Namen will sie aus Angst vor Repressalien nicht nennen. Vor zehn Tagen war das erste Haus „besetzt“ worden. „Seitdem fühlen wir uns ständig bedroht, wir sind alle krank“, erzählt sie weiter. „Bis spät in die Nacht haben dort so um die 20 Leute gefeiert“, sagt eine andere, „es war schlimm“. Den Strom hatten die „Besetzer“ vermutlich aus dem Rosengarten abgezweigt.
Nach der Räumung wurden die Häuser unbewohnbar gemacht, die Dachpfannen abgedeckt, die Fenster herausgenommen, die Treppen zerschlagen. Die Polizei wird die Häuser weiter beobachten.

Lebensqualität durchsetzen!

Hallo. Wir sind ein paar Leute, die sich gerne mit und in der Natur bewegen. Deshalb haben wir die Ökologie AG im freiraum neuss e.V. ins Leben gerufen. Als Hippies oder Ökofreaks würden wir uns nicht bezeichnen. Aber Magnolie, Akelei oder Astilbe sind für uns keine Fremdworte. Wir denken, dass ein emanzipatorisch-kritischer Denkansatz nicht am Thema „Ökologie“ vorbei kommt. Gerne möchten wir Praxis & Theorie miteinander verbinden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sämtliche Aktivitäten zwangsläufig an ein hohes Maß an theoretischem Input gebunden sind. Unser Ansatz beziehungsweise unsere Motivation an ein im weitesten Sinne ökologisches Projekt ist zunächst ein eher praktischer Zugang.

Was nicht ist, ist möglich

… kann aber auch bedeuten, dass einige Projekte mangels Beteiligung nicht stattfinden werden. Wir sind daher offen für Anregungen, Engagement und Kritik. Grundsätzlich können wir bei allen Aktivitäten eine organisatorische Grundlage anbieten. Dies ist bspw. bei der Planung von Radtouren der Fall. Die Durchführung steht und fällt jedoch mit Deiner Teilnahme an den Angeboten.

Kontakt und Infos: oekoag@freiraumneuss.de

Genug geredet, das haben wir vor…

„The Sacrifice“ von Emanuela Andreoli und Wladimir Tchertkoff, 2003, 24 Min.

Sonntag, 05. Juni 2011
19:00 Uhr
Salzstraße 55/Neuss (nähe Hbf)

Anlässlich des 25. Jahrestags der Katastrophe von Tschernobyl zeigen die Studierendengruppe der Internationalen ÄrztInnen für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW) in Zusammenarbeit mit der Ökologie AG im freiraum neuss e.V. den Film „The Sacrifice“ – Die Liquidatoren von Tschernobyl zum Thema gesundheitliche Gefahren von Atomkraft und atomarer Verseuchung. Im Anschluss an den Film laden wir Euch herzlich zu einem Vortrag mit einer hoffentlich interessanten Diskussion ein.

SIT IN #18 am Jröne Meerke – gemütlich grillen und plaudern

SitIn #18Grillgut bitte selber mitbringen. Wir stellen eine Auswahl an Saucen, Salaten und Brot freuen uns aber dennoch über zahlreiche Ergänzungen des Buffets. Um den Rest kümmern wir uns (Grills, Kohle, Getränke…).

Kulturprogramm u.a. mit:

Maniac Luck
DJs
Guests

Möchtest Du Dich einbringen? E-Mail an: sitin@freiraumneuss.de

Anreise von Neuss Hbf:

Buslinie: 841 / 843 / 844 / 851 / 852

Haltestelle: Neusser Weyhe

Fußweg von der Haltestelle

Freiraumcafe

Es ist bald soweit und diesmal kredenzen wir Feinstes aus der veganen FastFood-Küche!!!
Möchtest Du Dich beteiligen? Email an freiraumcafe@freiraumneuss.de

Musik: Singer/ Songwriter Tommy Klapper aus Herne
Fotoausstellung: Gilbert Stramm

4 € empfohlene Spende
Im Haus der Jugend Neuss, Hamtorwall 18