„We hold these truths to be self-evident…“ – Gleichheit, Freiheit, Eigentum

Das Privateigentum ist das rechtliche Basisinstitut der modernen Gesellschaft. Letztendlich kommt dem bürgerlichen Staat als eine seiner Hauptaufgaben die Sicherung des Eigentums seiner Bürger_innen zu. Daher ist es notwendig sich mit diesem die bürgerliche Gesellschaft und den Staat begründenden Institut auseinander zu setzen. Der Vortrag soll sich mit Hilfe von John Locke dem Thema nähern. Er bestimmt wie kaum ein anderer bis heute die Eigentumstheorie und das Staatsbild mit, seine Texte waren sinnstiftend für die amerikanischen und französischen Revolutionstexte. Beginnend mit seiner Naturzustandsbeschreibung und ethischen Aspekten der Freiheit soll die Eigentumsentstehung und -ordnung bei Locke sowie seine Gesellschaftsvertragsvorstellung gezeigt werden. Neben Anmerkungen zur Lohnarbeit, die für die meisten Menschen im Gegensatz zu Lockes Warenproduzenten-Bürger die Lebenswirklichkeit markiert, sollen dann die Rolle des Staates und schließlich der Schutz des Eigentums in Deutschland heute beleuchtet werden.

Um den heutigen Stand des Eigentums zu beurteilen, erscheint vor allem eine Beschäftigung mit den Anfängen liberalen Denkens lohnend und auch mit den ethischen Vorstellungen jener Zeit. Sie wirken immer noch fort und prägen unsere Gesellschaft bis heute.

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