Ellen Schernikau liest aus „Irene Binz“
am Donnerstag, 6. Oktober, 19.00 Uhr
im Hamtorkrug, Büttger Straße 3, Neuss.


Der Eintritt ist frei. Zur Finanzierung der Veranstaltung bitten wir um eine Spende.

Hamburg im Herbst 1981:

Der Schriftsteller Ronald M. Schernikau lässt sich von seiner Mutter seine Kindheit und ihr eigenes, erstaunliches Leben erzählen. Es entsteht das radikal ehrliche Protokoll eines eigenwilligen Lebensweges. »Irene Binz. Befragung« ist die Prosafassung, die nach dem Gespräch zwischen Ronald M. Schernikau und seiner Mutter Ellen entstanden ist.
Irene Binz, literarisches Alter Ego von Ellen Schernikau, erzählt von ihrer Familie und ihrer Jugend in Magdeburg, wo sie schließlich Thomas kennenlernt. Doch kurz nachdem ihr gemeinsames Kind Ronald geboren ist, flieht Thomas in den Westen. Irene hält an ihrer großen Liebe fest und gibt ihren Wunsch nach einer gemeinsamen Zukunft nicht auf.
Aber: Sie ist mit den Verhältnissen in ihrem Land im Reinen. Hin- und hergerissen zwischen ihrem schlechten Gewissen ob der »Vaterlosigkeit« des Jungen und ihrer Überzeugung, ihre Heimat in der DDR zu haben, wagt sie nach langem Zaudern die Flucht in den Westen – und muss erkennen, dass Thomas dort längst eine neue Familie gegründet hat. Nach dieser Demütigung ist sie entschlossen, nun auch in der Bundesrepublik ihren Weg zu gehen.
Die Geschichte einer ungewöhnlichen Frau, die sich zwischen ihrer Liebe und ihrer politischen Überzeugung entscheiden muss. Und das Porträt einer starken Mutter, die fest an ihre Ideale glaubt.
»Wer das nicht als die allerinnigste und zarteste Musik hören kann, ist verflucht«,
schreibt der Schriftsteller Dietmar Dath im Vorwort des Buches.

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