März 2012


26.05.2012
14:00 Uhr
Jröne Meerke

10 Jahre Musik, 10 Jahre Draußen, 10 Jahre gutes Essen!

In den Anfängen initiiert durch eine kleine Gruppe Namens „YaBasta“ – später dann „ActionConnection“ – haben sich schon seit einiger Zeit sowohl „alte Hase“, als auch „neue Kücken“ in der SitIn-Gruppe im freiraum neuss e.V. zusammengefunden um sich mindestens zwei Mal im Jahr auf den Wiesen des Jröne Meerke zu tummeln. 10 Jahre ist es nunmehr her, dass dieses Spektakel begann.
Wir möchten in diesem Jahr dafür noch mal extra aus dem Vollen schöpfen:

Wie gewohnt werdet ihr mit Live-Musik und dem feinsten Punk/Elektro/Indie/Ska/Reggae/Wave/Pop aus den Konserven unserer Lieblings-Dj’s beglückt.
Anderes als erwartet endet die Feierei allerdings nicht mit dem Eintreten der Dämmerung. Diesmal wollen wir mit euch die ganze Nacht feiern!

Für Grillutensilien ist natürlich wieder gesorgt. Nur eure (Veggie-)Wurst müßt Ihr in gewohnter Manier wieder selber mitbringen. Das Salat/Brot/andere Leckereien-Buffet freut sich wie immer über Zuwachs. Ausreichend Flüssigkeit gegen Dehydrierung – oder auch für den Kreislaufzusammenbruch (wer’s mag) – ist natürlich auch vor Ort.

Die Graffiti-Wand vom letzten Jahr wird auch wieder aufgestellt. Kreative Geister sind herzlich eingeladen ihre Kannen mitzubringen.
Für das unmusikalische aber nicht weniger poetische Ohr steht jeder und jedem die Lesebühne* zur Verfügung. *Lesebühne = Poetryslam ohne Wettbewerb Wenn Du also schon immer mal Deine Texte in die Öffentlichkeit tragen wolltest nur um Deine Texte in die Öffentlichkeit zu tragen, dann bietet Dir die SitIn-Geburtstagsparty den besten Rahmen.

Passend zum Geburtstagsmotto „aus 19 mach zwanzig“ heißt es wie immer:  Wenn Du Lust und Laune hast etwas zur Feierlichkeit beizutragen, schreib Deine Idee an sitin@freiraumneuss.de oder komm einfach und lass Dir die Sonne auf den Bauch scheinen und Tanz Dir die Füße wund!

Mit dabei:

The Tips
The Roughguys
and now run
Käptn Seebär (Konserve)
DJ MISAN Thrope (Konserve)
Jim Tonic (Konserve)

Anfahrt:

Mit dem Bus 851/852/844/843 von „Neuss Hbf“ nach „Neusser Weyhe“.

Von dort geht es noch ein kleines Stück zu Fuß weiter.

 

 

Programm:(wie Ihr wisst, läuft das SiIn in der Regel nicht nach Plan. Die Angaben sind also ohne Gewähr)

14:00 Uhr //Musik aus der Konserve//

15:30 Uhr //Live-Musik//

16:30 Uhr //Lesebühne//

17:30 Uhr //Live-Musik//

18:30 Uhr //Live-Musik//

19:30 Uhr bis zum Morgengrauen //Musik aus der Konserve

…der freiraum neuss e.V. trifft sich.

Gemeinsame InformationsaufnahmeIhr wollt ein Konzert, eine Lesung, einen Vortrag, eine Party, einen Brunch oder irgendetwas anderes veranstalten/anbieten?

Ihr wollt euch gerne mit anderen Menschen vernetzen um eure Ideen in die Tat umzusetzen?

Das offene Treffen des freiraum neuss e.V. bietet hierfür die geeignete Plattform:

Um 18:30 Uhr in der SALZSTRAßE 55 (Haus International am Hauptbahnhof).

Kontakt: info@freiraumneuss.de

Frauen sind psychisch zu Rassismus und Antisemitismus gar nicht fähig – diese These von Margarete Mitscherlich bestimmt unterschwellig bis heute die Diskussion um die Rolle der Frau im Nationalsozialismus. Frauen waren demnach in der NS-Zeit vor allem Opfer einer restriktiven Geschlechterideologie und eines reaktionären Frauenbildes, welches sie auf die Mutterrolle reduzierte. Schließlich mussten Frauen die Hauptlast während des Krieges und danach tragen (Stichwort Trümmerfrauen).

Das dahinter durchscheinende Frauenbild orientiert sich an einem von den Nazis gezeichneten Propagandabild der „friedfertigen“ und “beschützenden“ Frau, welches bis heute weiterwirkt – sichtbar z.B. an der medialen Verwunderung über den Frauenanteil in rechtsradikalen Organisationen. Daran muss die Kritik ansetzen. 

Allerdings steht nicht die schlichte Erkenntnis im Mittelpunkt, dass Frauen als KZ-Aufseherinnen und Denunziantinnen an der Ausgrenzung und Vernichtung von Juden und Jüdinnen beteiligt waren. Vielmehr stellt sich die Frage, was Abermillionen Frauen begeistert an der Verwirklichung des Projekts „Volksgemeinschaft“ mitwirken ließ. Unter gewaltsamer Ausgrenzung aller nicht „arischen“ Frauen bot das Regime vielen „volksdeutschen“ Frauen offenbar zuvor nicht gekannte Teilhabe- und Aufstiegsmöglichkeiten, insbesondere an der „Heimatfront“ während des Krieges. Lässt sich also von einer „NS-Frauenbewegung“ reden oder gar von einem „völkischen Feminismus“?

Dabei kann es nicht darum gehen, den Nationalsozialismus durch den Nachweis moderner Tendenzen aufzuwerten. Vielmehr wird hier exemplarisch die ungebrochene Ambivalenz der „Moderne“ selber deutlich.

Referentin: Dr. Nicole Kramer

Veranstalter: