Juni 2012



poetry slam neuss

08.07.2012 – 19 uhr
Haus der Jugend, Hamtorwall 18, 41460 Neuss

Egal ob Kurzgeschichte oder Gedicht, romantisch oder politisch, nachdenklich oder humoristisch, gelesen oder frei rezitiert … es zählt allein das selbst verfasste Werk des Künstlers.
Die Bühne gehört jedem Künstler pro Runde 6 Minuten. Beim Vortag bestehen alle künstlerischen Freiheiten, solange keine Requisiten, Hilfsmittel oder Verkleidungen zum Einsatz kommen und nicht gesungen wird … Und natürlich solange das Publikum wohlwollend reagiert.

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Mittwoch, 27. Juni, 19:00 Uhr,
Salzstr.55 in Neuss
(Haus International, gegenüber Hauptbahnhof)

Marx‘ „Kapital“ in Zeiten der Krise

In der globalen Krise bezweifeln immer mehr Menschen, dass der Kapitalismus der Weisheit letzter Schluss ist. Den Medien zufolge wächst das Interesse an Karl Marx, dem fundamentalsten Kritiker der „bürgerlichen Produktionsweise“.
Vorherrschend ist allerdings sowohl bei Globalisierungskritikern als auch bei manchen Linken eine eher oberflächliche Kapitalismuskritik, die sich zwar mitunter auch auf Marx beruft, aber von seiner radikalen Kritik an den marktwirtschaftlichen Kategorien offensichtlich nichts weiß oder nichts wissen will. Das Gerede von „gierigen Bankern“, analytisch auf demselben Niveau wie das Schimpfen auf „faule Griechen“, offenbart eine „Kritik“, welche leider nicht einmal Marx‘ Vorwort zum „Kapital“ zur Kenntnis nimmt.
Die konsequente Empfehlung, Marx doch selbst im Original zu lesen, stößt allerdings auf nicht unerhebliche Schwierigkeiten. Sein lückenhaft gebliebenes „Kapital“ ist weder leicht verständlich noch frei von Widersprüchen. Ein Verständnis der Marx’schen Analyse ist kaum möglich ohne die Kenntnis zahlreicher weiterer Schriften. Muss man also den „gesamten Marx“ gelesen haben oder sogar – wie Lenin meinte – zuerst den „gesamten Hegel“? Es kann wahrscheinlich nicht schade.

Für lesefaule Menschen haben wir einen der renommiertesten deutschsprachigen Marx-Kenner zu Gast.
Dr. Michael Heinrich, Politikwissenschaftler an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Mitarbeiter der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) und geschäftsführender Redakteur von „PROKLA- Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft“ hat mit mehreren Büchern insbesondere zum ersten Band des „Kapitals“ gezeigt, dass er die komplexe Materie anschaulich und verständlich zu erläutern versteht. Nach einem einführenden Vortrag zur kategorialen Marx’schen Kapitalismuskritik wird er für eine ausführliche Diskussion zur Verfügung stehen.

Der Eintritt ist frei.

Veranstalter: AK-Geschichte