Presse


Liebe Leute, liebe Homebase!

1juelicherWas vor einigen Jahren als Idee begann und schließlich zur Gründung des freiraum neuss e.V. führte, hat nun einen weiteren Schritt hin zu einem selbstverwalteten Kulturzentrum geschafft:

3juelicherWir haben nun „eigene“ Räume!

Nachdem wir bislang ohne feste Räume, quasi im luftleeren Raum, Ideen entwickeln und Aktionen („Was geschah bisher?“) geplant haben und wir zu deren Realisierung oft auf die Zusammenarbeit mit dem Haus der Jugend (Danke!) oder auf die Unterstützung von Privatpersonen angewiesen waren, können wir unser Engagement für mehr kulturelle Vielfalt nun in den „eigenen“ vier Wänden einbringen.

Und Du kannst uns dabei unterstützen!

• Folgt unseren Einträgen im Internet und informier dich über unsere Aktivitäten
• Komm als Gast zu den Veranstaltungen
• Erzähle von uns, mache uns bekannt
• Werde Mitglied des freiraum neuss e.V. und beteilige Dich mit nur 5€ im Monat an der Miete und den Kosten für unsere und eure Projekte
• Beteilige Dich mit deinen Ideen oder Deiner tatkräftigen Hilfe bei der Realisierung kultureller Angebote

Ab jetzt können wir jedem und jeder, der oder die in Neuss mehr kulturelle Vielfalt schaffen möchte neben unserer Erfahrung, unseren Kontakten, unserer Mithilfe und unseren finanziellen Mitteln auch unsere Räume zur Verfügung stellen!
Wenn Du das Gefühlt hast, dass ein bestimmtes kulturelles Angebot, eine Veranstaltung oder was auch immer bisher in Neuss fehlt, oder zu wenig oder nur auf eine unbefriedigende Art und Weise angeboten wird, wenn Du glaubst, dass Du für andere oder mit anderen etwas gestalten oder anbieten kannst, dann:

Melde Dich – Komm vorbei – Bring Dich ein – Mach mit!
Denn: Es passiert genau das, was wir tun!

4juelicherKonkret geht es zurzeit vor allem darum, die Räumlichkeiten zu gestalten. Wir haben bereits ins Auge gefasst, einen Raum mit Theke, Bühne und verschiedenen Sitzmöglichkeiten auszustatten, wo beispielsweise kleinere Auftritte von Künstler*innen oder auch Lesungen, Vorträge und Diskussionsrunden stattfinden können. Darüber hinaus wird es eine Küche geben, um die Möglichkeit zu bieten, miteinander oder füreinander zu kochen.

Neben tatkräftiger Mitarbeit sind deshalb auch Spenden erwünscht:
Wer hat Teile einer Kücheneinrichtung: Wasserkocher, Schrank, Gläser, Mixer … abzugeben?
Darüber hinaus benötigen wir: Anlage, Stühle, Tische, Sofas …
Bitte nicht einfach vorbei bringen, sondern vorher nachfragen. Es soll schließlich schön werden!

Melde Dich – Komm vorbei – Bring Dich ein – Mach mit!
Denn: Es passiert genau das, was wir tun!

BISHER IST DIE TÜR IN DER REGEL MONTAGS VON 17:00 BIS 20:00 UHR ODER NACH ABSPRACHE GEÖFFNET

Lage JuelicherZu finden sind wir hier:
Vereinsräume freiraum neuss e.V.
Jülicher Str. 58
41464 Neuss (Dreikönigenviertel)

Anfahrt:
S11 Haltestelle Neuss-Süd, 5 Min. Fußweg
Bus 842

Für mehr Infos kommt einfach vorbei oder schreibt uns eine E-Mail.

Wir haben wieder in den Archiven gekramt und sind dabei auf die Publikation „Gregorius Brennessel“ gestoßen. „Gregorius Brennessel“ stellte in den 1980ern wohl so etwas wie ein, vermutlich privates, Verlautbarungsorgan „kritischer“ PolizistInnen in Neuss dar. So weit, so schlecht.
In diese Zeit fällt auch die „Anmerkung einiger eingesetzter Kollegen“ bezüglich der Neusser Chaostage vor dem Rathaus auf dem Hansafest 1989. Wir möchten Euch dieses wertvolle Zeitdokument nicht vorenthalten…

Polizeilicher Einsatz (!?) anlässlich des Neusser Hansafestes oder des Punkertreffens

Zu Beginn des Nachtdienstes wurde vom Spätdienst übergeben, dass sich ca. 100 Punker vor dem Rathaus versammelt hätten – sie wären friedlich.

Bei der ersten ´streifenmäßigen´ Überwachung konnte man schon feststellen, daß der Rathausvorplatz von diesen Punkern total ´versaut´ war. Kurze Zeit später wurde die erste strafbare Handlung durch die Punker beobachtet. Während der Durchführung der Maßnahmen (Personalienfeststellung) kam es zu handgreiflichen Auseinandersetzungen mit den Punkern, die mit Bierflaschen und Glasaschenbechern bewaffnet waren.
Fazit des Einsatzes: 1 verletzter Kollege, Gefangenenbefreiung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, und letztendlich Abzug der eingesetzten Kollegen, um es nicht zu weitaus schwerwiegenderen Auseinandersetzungen kommen zu lassen.
Es wurden Einsatzkräfte aus dem gesamten Kreis zusammengezogen – auch an den folgenden Tagen während des Festes.
Von Neusser Bürgern wurde man angesprochen, warum die Polizei nicht gegen die Punker vorgehen würde.
Man fand die Anpöbeleien, zerbrochenen Bierflaschen, Anbetteleien und zeitweisen Auseinandersetzungen unter den Punkern selbst als unerträglich.
Was tat die Polizei?

Salzstraße 55 // 19:30 Uhr

Guten Tag!
Die Vollversammlung an diesem Tag ist nur Mitgliedern vorbehalten (ihr solltet Post erhalten haben!), deswegen haben wir uns überlegt, die zweite Hälfte dieser Veranstaltung mit nicht-streng-vereinsinternen Themen zu bestücken und sie ab 19:30 Uhr öffentlich zu machen.

22.06.2011 – 19:30 Uhr – ca. 21:00 Uhr
Salzstraße 55

THEMEN:

– Öffentlichkeitsarbeit (Wie wollen wir uns wo repräsentieren?)

– Räumlichkeiten (Wie verfahren wir weiter? Was ist möglich?)

– Konzept (Von meiner Idee zu meiner Veranstaltung -wie kann ich meine Ideen im Verein umsetzen? Was ist zu tun?)

– Sonstiges (Was möchtest Du besprechen?)

Lust und Zeit? Komm‘ vorbei und mach‘ mit. Getränke gibt‘ s natürlich.

Polizei räumt Häuser auf der Mühlenstraße
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Molotow-Cocktails und Wurfgeschosse
Christoph Stoffels, NGZ, 24.5.1990

Hausbesetzung Neuss, 24.5.1990

Hausbesetzung Neuss, 24.5.1990

Gestern morgen kurz nach 8 Uhr. Polizeibeamte räumen das „besetzte“ Haus an der Mühlenstraße 53 und nehmen drei Männer vorübergehend fest. Sie leisten keinen Widerstand. In dem Haus finden die Beamten Molotow-Cocktails, als Wurfgeschosse präparierte Steine, eine Gaspistole sowie ein Fahrrad und Warnleuchten, die eventuell aus Diebstählen stammen.

Es ist 8.10 Uhr. 22 Polizeibeamte, zum Teil gesichert mit Schilden und Schutzkleidung, beginnen damit, die von den „Besetzern“ vermauerten Fenster an den drei zum Abriß bestimmten Häusern an der Mühlenstraße aufzubrechen. Gleichzeitig werden die „Bewohner“ aufgefordert, das Haus zu verlassen. Drei Männer – zu dieser frühen Stunde die einzigen „Besetzer“ – kommen der Aufforderung ohne Widerstand nach. Sie werden zur Feststellung der Personalien vorläufig festgenommen. Wenig später greift die Polizei einen vierten Mann im Stadtgarten auf, vermutlich wollte er zu den anderen „Besetzern“. Nach Auskunft von Polizeisprecher Jürgen Baum stammen die Männer aus Neuss und sind zwischen 19 und 22 Jahre alt, „sind aber in der einschlägigen Hausbesetzer-Szene nicht bekannt“.
Doch schienen die „Besetzer“ des Hauses auf militanten Widerstand eingerichtet. Wie die NGZ erfuhr, fanden Polizeibeamte bei der Durchsuchung der Häuser etwa zehn fertige Molotow-Cocktails, teils in Coca-Cola-, teils in Zwei-Liter-Weinflaschen mit Lunten. Außerdem lagerten in dem Haus Eisenstücke, sowie Schotter- und Pflastersteine, die vermutlich als Wurfgeschosse gedacht waren. Äxte, Vorschlaghammer, Helme sowie zwei mit Benzin oder Verdünner gefüllte Kanister sind vermutlich deutliche Zeichen, daß sich „Besetzer“ auf gewaltsamen Widerstand eingerichtet hatten. „Es wird deswegen ermittelt, aber nicht gegen die drei Festgenommenen“, so Jürgen Baum. Die Herkunft eines Fahrrades und einiger Warnleuchten muss noch geklärt werden; laut Baum besteht Diebstahlsverdacht. Die bei einem Festgenommenen gefundene Gaspistole erwies sich als „harmloses Spielzeug“.
Die Polizei war von der Eigentümerin der Häuser, dem Gemeinnützigen Neusser Bauverein, um Unterstützung gebeten worden. Der Bauverein will die Häuser Anfang kommender Woche abreißen lassen. Vorstandsvorsitzender Klaus Harnischmacher: „Hier werden 36 Eigentumswohnungen gebaut. Die alte Schmiede und das Haus Nummer 47 mit der Stuckfassade bleiben erhalten und werden darin eingebunden.“
„Wir hatten alle Herzklopfen“, berichtet eine Anwohnerin der Mühlenstraße. Ihren Namen will sie aus Angst vor Repressalien nicht nennen. Vor zehn Tagen war das erste Haus „besetzt“ worden. „Seitdem fühlen wir uns ständig bedroht, wir sind alle krank“, erzählt sie weiter. „Bis spät in die Nacht haben dort so um die 20 Leute gefeiert“, sagt eine andere, „es war schlimm“. Den Strom hatten die „Besetzer“ vermutlich aus dem Rosengarten abgezweigt.
Nach der Räumung wurden die Häuser unbewohnbar gemacht, die Dachpfannen abgedeckt, die Fenster herausgenommen, die Treppen zerschlagen. Die Polizei wird die Häuser weiter beobachten.

Auch in diesem Jahr möchten wir gerne auf diesen Termin zu früher Stunde hinweisen:

Der Initiativkreis lädt Sie/Euch am 1. Mai 2011 um 9.00 Uhr auf dem Neusser Hauptfriedhof an den Gräbern von Hermann Düllgen und August Höhfeld zu einer Gedenkfeier zu Ehren der Neusser Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer ein.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde!

„Deutschland schafft sich ab“, warnte der Ex-Bundesbanker Thilo Sarrazin im vergangenen Jahr. Warnte er vor den Folgen der selbstverschuldeten Finanzkrise, nach der Hunderte Milliarden zur Stützung der Pleitebanken zum Fenster hinausgeworfen wurden? Nein, Sarrazins Buch malte mit brutalstmöglicher Medienunterstützung das Bild eines Landes, das die Menschen einteilt in unten und oben, in nützliche und unnütze.

Dieses rechtspopulistische Menschenbild wurde im Namen der Freiheit verkauft und so schafften es „Bild“ und „Spiegel“ im Namen der „Meinungsfreiheit“ das Buch auf die auf die Bestsellerlisten zu hieven. Sarrazins Thesen gelangten über die Medien in alle Wohnzimmer.
Dumpfe Vorurteile und „Volkes Stimme“ werden geweckt und publiziert. Dass alle Menschen gleich sind ist eine der Lehren, die aus den Verbrechen des deutschen Faschismus und dem Widerstand zu ziehen ist. Dieser Gleichheitsgrundsatz ist zu verteidigen – gegen Neonazis ebenso wie gegen einen „gesellschaftsfähigen“ Neorassismus.

Am Sonntag, den 7.11.2010, findet ein Stadtrundgang zum Thema

„Stationen der Verfolgung in Neuss zwischen 1933 und 1945″

statt.

Wir laden herzlich zur Teilnahme ein!

Der Treffpunkt ist am Brunnen gegenüber dem Rathaus um 15 Uhr.

Neuss gegen Rechts und der freiraum neuss freuen sich auf Euch!

Einige mögen es geradezu als dreist bezeichnen, wenn sich kurz vor dem höchsten Neusser Feiertag eine Veranstaltung kritisch mit Schützenwesen, Gesellschaft und NS auseinandersetzt. Den Eindruck hatte der AK Geschichte allerdings nicht. Mit über 30 Gästen gut besucht und äußerst aufschlussreich war der Vortrag von Henning Borggräfe ein guter Start in die Vortragsreihe und zeigt, dass eine kritische
Öffentlichkeit in Neuss durchaus vorhanden ist.

Kurzzusammenfassung zum Vortrag (PDF-Datei)

Überblick Schützenverbandsstrukturen auf Reichsebene und in Westfalen (PDF-Datei)

Deutsche Schützenzeitung, 18. April 1936 (Grafik-Datei)

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