Auch in diesem Jahr möchten wir gerne auf diesen Termin zu früher Stunde hinweisen:

Der Initiativkreis lädt Sie/Euch am 1. Mai 2011 um 9.00 Uhr auf dem Neusser Hauptfriedhof an den Gräbern von Hermann Düllgen und August Höhfeld zu einer Gedenkfeier zu Ehren der Neusser Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer ein.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde!

„Deutschland schafft sich ab“, warnte der Ex-Bundesbanker Thilo Sarrazin im vergangenen Jahr. Warnte er vor den Folgen der selbstverschuldeten Finanzkrise, nach der Hunderte Milliarden zur Stützung der Pleitebanken zum Fenster hinausgeworfen wurden? Nein, Sarrazins Buch malte mit brutalstmöglicher Medienunterstützung das Bild eines Landes, das die Menschen einteilt in unten und oben, in nützliche und unnütze.

Dieses rechtspopulistische Menschenbild wurde im Namen der Freiheit verkauft und so schafften es „Bild“ und „Spiegel“ im Namen der „Meinungsfreiheit“ das Buch auf die auf die Bestsellerlisten zu hieven. Sarrazins Thesen gelangten über die Medien in alle Wohnzimmer.
Dumpfe Vorurteile und „Volkes Stimme“ werden geweckt und publiziert. Dass alle Menschen gleich sind ist eine der Lehren, die aus den Verbrechen des deutschen Faschismus und dem Widerstand zu ziehen ist. Dieser Gleichheitsgrundsatz ist zu verteidigen – gegen Neonazis ebenso wie gegen einen „gesellschaftsfähigen“ Neorassismus.

„Bevor die Sonne untergeht, hole ich noch schnell das Blaue vom Himmel“

15 Jahre, von 1970 bis 1985, hat der Lyriker Peter Maiwald in Neuss gelebt und gearbeitet. Er hat Worte gemacht, die sich reimten auf die Menschen, von denen er erzählte und für die er schrieb. Das Leben der einfachen Menschen, ihr Kampf um ein bisschen Glück oder ums tägliche Überleben, das ist das zentrale Thema seines Werks. Diese Texte hatten, wie er schrieb, „nicht die sittliche Reife, die hierzulande der Gedichtkunst im besonderen und der Literatur im allgemeinen abverlangt wird: sie waren nämlich durch und durch und überaus witzig (was nichts anderes heißt als: in der Trauer verständig)“.

Vor einem Jahr ist Peter Maiwald in Düsseldorf gestorben.

Am 2. Dezember ab 19.30 Uhr liest der Schauspieler Hannes Schäfer aus Peter Maiwalds Werk im Hamtorkrug, Büttger Straße 3, in Neuss.
Kostenbeitrag: 4 Euro
Tickets ab sofort im Hamtorkrug oder per E-Mail an den freiraum.

Eine Veranstaltung des freiraum neuss

Neuss im Nationalsozialismus

Im Neusser Stadtbild erinnert uns heute nur noch wenig an die Stätten der Verfolgung und des Widerstands in der Zeit zwischen 1933 und 1945, ebenso wenig an das Leben und Wirken der Verfolgten.
Der Stadtrundgang „Neuss im Nationalsozialismus“ bietet einen Überblick über die Geschichte der Verfolgung und Ermordung der Neusser Jüdinnen und Juden, über Leben und Wirken verschiedener VertreterInnen des Neusser Widerstandes sowie über das Schicksal der in Neusser Wirtschaftsbetrieben eingesetzten ZwangsarbeiterInnen.

Eckpunkte der Route bilden u. a. die an die Verfolgung und Ermordung der Neusser Jüdinnen und Juden erinnernde Stele an der Promenadenstraße, der Standort der ehemaligen Neusser Synagoge, der in der Rathauspassage befindliche Gedenkstein zu Ehren der Neusser WiderstandskämpferInnen, das ehemalige Kaufhaus Adolf Cohen auf dem Büchel 31, der einstige Sitz des Metallarbeiterverbandes auf der Gartenstraße sowie das ehemalige Zwangsarbeiterlager der IHC auf der Sternstraße.

26. September 2009
17:00 Uhr
Treffpunkt: Brunnen vor dem Rathaus

Veranstaltet vom freiraum neuss in Zusammenarbeit
mit dem Bündnis Neuss gegen Rechts und der VVN-BdA/Neuss