Die Entwicklung in Lateinamerika
Widersprüche – Hoffnungen – Tendenzen

Informationsveranstaltung mit Günter Pohl

Simón Bolívar

Simón Bolívar

Viele Linke verfolgen mit Hoffnungen, aber auch mit vielen Fragen die Ereignisse in Lateinamerika. Die Entwicklungen in Venezuela, Bolivien, Brasilien, Nicaragua, Ecuador und anderen Ländern belegen, dass gesellschaftliche Kräfte mit unterschiedlicher politischer Ausrichtung eine wirtschaftliche und politische
Emanzipation gegenüber dem bislang bestimmenden und übermächtigen „Imperium“ im Norden, den USA, betreiben. Gleichzeitig werden – nicht widerspruchsfrei – große Anstrengungen unternommen, wachsende Anteile der nationalen Ressourcen für die Verringerung von Armut, Analphabetismus, Hunger und Krankheit sowie zur Verbesserung der Infrastruktur in diesen Ländern aufzubringen. Die Gründung von ALBA („Bolivarianische Allianz für die Völker unseres Amerika“) als Alternative zu der von den USA voran-getriebenen gesamtamerikanischen Freihandelszone (ALCA) ist Ausdruck des gestiegenen Selbstbewusstseins in diesen Ländern. Der Putsch gegen den Präsidenten in Honduras im vergangenen und der Ausgang der Präsidentschaftswahlen in Chile, Kolumbien machen aber auch sehr deutlich, dass die Entwicklung in Lateinamerika weder geradlinig noch widerspruchsfrei verläuft und, wie zu erwarten, mächtige innere und äußere Gegenkräfte hervorruft.

Donnerstag, 24. Juni 2010
19.30 Uhr
Haus International (gegenüber dem Hauptbahnhof)
Salzstr. 55
41460 Neuss

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