Liebe Leute,
leider wurde es in den letzten Jahren ziemlich ruhig um den freiraum neuss. Das lag zum einen daran, dass wir nach Aufgabe der Räumlichkeiten und dem darauf folgenden SitIn kaum mehr Energie für weitere Aktivitäten hatten, zum anderen sind eine Menge Menschen, die den freiraum von Anfang an mit geprägt haben, durch Umzug und Co. leider nicht mehr aktiv dabei.

Um Interessierten einen Eindruck zu geben, was der freiraum war und vielleicht (wieder) werden kann, möchten wir euch am 10.05.17 ab 18:00 Uhr herzlich zu einem offenen Treffen ins Haus einladen.

10.05.2017, 18:00 Uhr, Haus der Jugend, Hamtorwall 18, 41460 Neuss

Wir freuen uns auf interessierte Menschen!

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sit in21 finalUnter freiem Himmel und mit wechselndem Kulturprogramm tummeln sich Menschen auf einer grünen Wiese am Jröne Meerke und machen sich die Welt, wie sie ihnen gefällt.
Bereits seit 2002 wird das SitIn von vielen als ein alternativkulturelles Highlight im Neusser Veranstaltungskalender wahrgenommen.
Wie gewohnt werdet ihr mit Live-Musik und dem feinsten Punk/HC/Elektro/Indie/Ska/Reggae/Wave/Pop… aus den Plattenkisten unserer Lieblings-Dj’s beglückt.

Live dabei:

Jon & Two Wolfes
B22

Für Grillutensilien ist wieder gesorgt. Vegane Köstlichkeiten können extra gegrillt werden. Eure (Veggie-)Wurst solltet Ihr wie immer selber mitbringen. Das Salat/Brot/andere Leckereien-Buffet freut sich wie immer über Zuwachs! Ausreichend Flüssigkeit gegen Dehydrierung – oder auch für den Kreislaufzusammenbruch (wer’s mag) – ist natürlich vor Ort.

Möchtet Ihr einen Infostand machen, etwas vorführen oder helfen?
Meldet Euch einfach bei uns!

Anfahrt:

Mit dem Bus 851/852/844/843 von „Neuss Hbf“ nach „Neusser Weyhe“.

Von dort geht es noch ein kleines Stück zu Fuß weiter.

 

 

Dieses Ende kann ein Neuanfang werden!
Wir haben gekündigt… und bleiben dran!

Im Jahr 2009 gründete sich der freiraum neuss e.V. als selbstverwalteter Kulturverein. Seit dem organisierten
und unterstützten wir zahlreiche nicht-kommerzielle Kulturveranstaltungen.

Nach langen Jahren ohne feste Anlaufstelle eröffnete sich dem Verein mit der Anmietung eigener Räume – in der
Jülicher Straße 58 im vergangenen Jahr – endlich die Möglichkeit, sich zu entfalten und substanziell weiter zu entwickeln. Mit Hilfe fleißiger Hände wurde der Umzug gestemmt und eine ansprechende, gemütliche Einrichtung
für die „kistedrei58“ geschaffen – bereits die Eröffnungsparty im Oktober 2013 sorgte für ein volles Haus.
„Herr Johann“ und „Vinylabend“: zwei Veranstaltungsreihen, die ebenfalls unsere Erwartungen übertrafen.
Die Kiste wurde außerdem für kleinere Einzelveranstaltungen und organisatorische Treffen genutzt
und entsprechend der Vereinssatzung anderen Gruppen zur Verfügung gestellt. Der Start schien geglückt und die räumliche Enge das einzige Hemmnis für die weitere Entwicklung zu sein.

Doch wo Menschen sich austauschen, kochen, Musik hören, streiten, lachen und diskutieren, kann es auch schon einmal lauter werden: So ist es letztendlich nicht verwunderlich – jedoch sehr schade – dass wir uns im direkten Wohnumfeld nicht nur FreundInnen gemacht haben. Um größeren Unstimmigkeiten vorzubeugen, haben wir vorsorglich alle geplanten und „lauten“ Termine in den Abendstunden absagen müssen. Da diese deutliche Einschränkung den Fortbestand der „kistedrei58“ bedroht(e), haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen, bis Ende April zu kündigen und uns erneut auf die Suche nach einer passenden Räumlichkeit in geräuschtoleranter Umgebung zu machen.

Fazit: a) Bis Ende April steht Euch der Raum für kleinere Treffen/
Veranstaltungen zur Verfügung…
b)Über Unterstützng bei der Raumfindung freuen wir uns…

Die Zeit ohne feste Wände werden wir dazu nutzen, die finanzielle Ausstattung des Vereins zu verbessern,
neue Mitglieder zu werben, nach neuen KooperationspartnerInnen zu suchen und Veranstaltungen an bekannten
Orten zu organisieren. Weiteres ist in Planung! (Beispielsweise arbeiten wir an der Wiederholung des Soli-Konzertes vom Dezember letzten Jahres.)

Am 25. April möchten wir zu einer Abschiedsparty einladen um die gute, aber leider viel zu kurze Zeit
in der Kiste mit einem weinenden Auge zu Ende zu bringen. Wir freuen uns, Euch dort zu sehen.

Wir sind auf Eure Hilfe bei der weiteren Planung und bei der Suche nach neuen Räumen angewiesen!
Die „kistedrei58“ hat gezeigt wie es gehen kann, jetzt können wir gemeinsam dafür sorgen, dass es weiter geht!

Melde Dich – Komm vorbei – Bring Dich ein – Mach mit!
Denn: Es passiert genau das, was wir tun!

Aktuelle Termine:

13.04., 13 Uhr, Vrunch im Haus der Jugend Neuss
20.04., 15 Uhr, Veganer Kaffeeklatsch mit „Herr Johann“
25.04.: Abschied aus der kistedrei58
07.06.: SIT IN#21 am Jröne Meerke

vrunch 42014

mitmachvrunch

herr johann kocht

black-cat-bluesFreitag, 01.11. 2013 | 19:00 Uhr

Der Lyriker Hans Marchetto liest

black cat blues und andere Gedichte

KisteDrei58 | Jülicher Str. 58 | 41464 Neuss

Eintritt: Spende erwünscht

In der Sammlung von Gedichten mit dem Titel „black cat blues“ beschreibt Hans Marchetto nüchtern, ohne jeglichen Pathos, die kleinen Momente. Es sind sind Zeugen eines unangepassten Lebens, sie wettern gegen Chefs, rufen auf zu Streik und Sabotage und sprechen von der Mühsal, mit wenig Geld durch das Leben zu kommen. Er erzählt Autobiographisches nach, lakonisch, kurz, ohne Wertung: seine Kindheit in Winterthur, seine Arbeit für die Gewerkschaft, seine Erfahrungen als Maler, auf dem Bau. Wenn Joe Hill wieder auftaucht, wenn die schwarze Katze der Anarchie durch die Nacht zieht, wenn dem arroganten Vorarbeiter mit Bauschaum der Auspuff verstopft wird, dann sind das die kleinen Momente, die vielleicht nicht den Ausweg aus dem monotonen Arbeitsleben, aber zumindest ein grimmiges Lächeln erlauben. Es sind Gedichte, die den Augenblick festhalten, die Flüchtigkeit des Moments, ohne dass sie sich reimen würden. Es sind Gedichte aus der mündlichen Sprache geschöpft: Erzähltes, Erfahrenes, bei denen ein Unterton von Bitterkeit mitschwingt, eine harte, trockene Kürze, die sich dem Publikum weder aufdrängt, noch anbiedern möchte. Es ist so, wie es ist, dieses Leben.

HANS MARCHETTO (*1956 in Winterthur). Lehre als Maler, mehrere kurze Gefängnisaufenthalte, bekennender Anarchist seit er 20 Jahre alt ist. Autodidakt, Lyriker. Lebt und arbeitet momentan in Zürich.